
Ein Schwerpunkt des Behandlungsprogramms ist die Nachsorgephase. Sie soll nach Abschluss der Primärbehandlung, spätestens jedoch sechs Monate nach der feingeweblichen Sicherung der Diagnose beginnen. Nachsorgeuntersuchungen erfolgen in der Regel halbjährlich.
Für jede Patientin wird die Nachsorge entsprechend ihren Symptomen und ihrem Risiko konzipiert und so ihren individuellen Bedürfnissen angepasst.
Ein wichtiger Bestandteil der Nachsorge ist die Unterstützung der Patientin bei der Krankheitsbewältigung durch eine psychosoziale Betreuung. Ihr Arzt wird dafür genügend Zeit einplanen. Liegen keine Beschwerden vor, ist der wichtigste Aspekt der Nachsorge, Zeit und Rahmen für ausführliche Gespräche zur Information und Aufklärung sowie eine gründliche körperliche Untersuchung zu geben. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass das ausführliche Gespräch mit dem behandelnden Arzt und die gründliche körperliche Untersuchung in der Nachsorge wichtiger sind als häufige apparative Untersuchungen, wenn keine Krankheitssymptome vorliegen. Eine Ausnahme bildet die Mammographie. Sie schafft Sicherheit bei der Kontrolle und soll in der Regel jährlich erfolgen. In bestimmten Fällen kann sie häufiger durchgeführt werden.
Ein wichtiger Teil der Nachsorge ist zudem die Selbstuntersuchung der Brust. Eine Anleitung zur eigenen Brustuntersuchung finden Sie unter "Selbstuntersuchung".
In der Nachsorgephase ist es für die Krankheitsbewältigung wichtig, die Auswirkungen der Krankheit auf die seelische Verfassung der Frau und das soziale Umfeld zu beachten. Gespräche mit dem Arzt sollen bei der individuellen Neuorientierung und bei dem Auffinden von Lösungen helfen. Bei schwerwiegenden psychischen Problemen sieht das Programm vor, dass der Arzt entsprechende Spezialisten wie beispielsweise Psychotherapeuten oder Psychiater einbezieht.
Patientinnen im Behandlungsprogramm erhalten einen Nachsorgepass von ihrer BKK. Er soll helfen, wichtige Termine nicht zu vergessen. Jede Patientin kann sich zudem unabhängig von den vorgesehenen Untersuchungsterminen jederzeit in ärztliche Betreuung begeben, wenn die Situation dies erfordert. Für eingeschriebene Patientinnen umfasst die Nachsorge entsprechend dem Programm fünf Jahre nach Erstbehandlung.
Hier finden Sie Informationen zur Tumornachsorge durch medizinische Nachsorge und Selbstuntersuchung.
Um gesundheitlichen Fehlentwicklungen entgegenzuwirken, empfehlen Mediziner regelmäßige Gymnastik.
Mit einem Lymphödem (Ödem = Flüssigkeitsansammlung im Gewebe) als Spätfolge ist auch noch nach Jahren zu rechnen, und im Falle brusterhaltender Operationen kann sich auch in der Brust ein Lymphödem entwickeln. Hier bekommen Sie Informationen zur Verhütung und Behandlung eines solchen Ödems.
Das neue Betreuungsprogramm BKK MedPlus auf www.bkkmedplus.de bedeutet für viele Versicherte einen wichtigen Fortschritt.
Es bietet Menschen mit chronischen Erkrankungen die Möglichkeit, sich von ihrer BKK umfassend betreuen und beraten zu lassen.
Dies geschieht gemeinsam mit Ihrem vertrauten Arzt oder den medizinischen Einrichtungen, die sich bereits um Sie kümmern.
Auf www.bkkmedplus.de finden Sie alle wichtigen Informationen zu den Disease management Programmen (DMP) wie "Diabetes mellitus Typ 1",
"Diabetes mellitus Typ 2", "Brustkrebs" oder "Koronare Herzkrankheit".