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Therapie des Brustkrebses

Der Körper des Menschen besteht aus sehr vielen unterschiedlichen Geweben und Zellen. Dementsprechend unterschiedlich fĂ€llt auch das bösartige Wachstum einer Krebsgeschwulst aus. Es gibt nicht nur eine Form von Brustkrebs, sondern ganz verschiedene Arten. Nach Abschluss der beschriebenen Diagnostik stellen Ihre Ärzte sozusagen den „Steckbrief“ Ihres Tumors zusammen: zu welchem Zelltyp der Krebs gehört, wie bösartig er ist, wie schnell er wĂ€chst und wie weit er sich im Körper ausgebreitet hat.

Die definitive Therapieplanung

Damit der Arzt Ihre Behandlung individuell planen kann, muss er die vorhandenen sowie die gegebenenfalls noch zu erhebenden Befunde genau prĂŒfen. Sie mĂŒssen ihm Aufschluss geben ĂŒber

  • den Tumortyp,
  • die gemessene GrĂ¶ĂŸe des Krebses,
  • die Betroffenheit von Lymph- und BlutgefĂ€ĂŸen,
  • die Zahl der Krebsherde,
  • den Befall von Lymphknoten,
  • die SchnittrĂ€nder (Wie weit ist der Tumor eingewachsen? Wie breit ist der gesunde Gewebesaum?),
  • den Befall der MilchgĂ€nge,
  • die Bösartigkeit des Tumors,
  • Hormonrezeptoren an den Krebszellen (Hormonrezeptorstatus).

Bei manchen Patientinnen kann fĂŒr die Planung der Therapie die Bestimmung des HER2/neu-Rezeptor-Status sinnvoll sein. Der Arzt wird dies fĂŒr Sie individuell entscheiden. HER2/neu-Rezeptoren (Bindungsstellen) können sich verstĂ€rkt auf der OberflĂ€che von Brustkrebszellen befinden und deren Vermehrung fördern. Dann können bestimmte Therapieformen, die diese Bindungsstellen blockieren, eingesetzt werden. Der Arzt muss in jedem Fall sicherstellen, dass das entnommene Gewebe sorgfĂ€ltig aufgehoben wird, damit auch zu einem spĂ€teren Zeitpunkt weitere Parameter aus dieser Probe bestimmt werden können.

Je mehr der Arzt darĂŒber weiß, um welche ganz spezielle Art des Brustkrebses es sich bei Ihnen handelt, desto besser kann er die Behandlungsstrategie darauf abstimmen.

Prinzipiell gibt es zwei große Klassen von Brustkrebs, die nicht infiltrierende und die infiltrierende Form. „Infiltrierend“ bedeutet „natĂŒrliche Gewebsabgrenzungen ĂŒberschreitend“.

Als nicht infiltrierende, epitheliale Tumoren oder auch carcinoma in situ werden grundsĂ€tzlich nur Vorstadien bezeichnet (abgekĂŒrzt: DCIS beziehungsweise CLIS). Die meisten FĂ€lle von Brustkrebs beginnen in den OberflĂ€chenzellen (Epithelien) der MilchgĂ€nge, manchmal auch in den DrĂŒsenlĂ€ppchen selbst.

Solange sich der Brustkrebs auf das Gebiet eines DrĂŒsenlĂ€ppchens beschrĂ€nkt, spricht man von einem carcinoma in situ – ein einstweilen nicht invasives FrĂŒhstadium, das vor einer Metastasierung unter UmstĂ€nden ĂŒber Jahre ruhen kann. In diesem ruhenden Stadium ist die Erkrankung zu nahezu 90 Prozent durch eine chirurgische Entfernung des Tumors (eventuell ergĂ€nzt um eine Strahlentherapie) heilbar. Ein unbekannter Prozentsatz dieser Vorstadien entwickelt sich sogar niemals zum invasiven Brustkrebs.

Behandlung des DCIS

Die Standardbehandlung eines DCIS ist die vollstÀndige operative Entfernung aller verdÀchtigen VerÀnderungen.

Therapieentscheidung

Im Mittelpunkt des Programms steht die gemeinsame Entscheidungsfindung zwischen Ihnen und Ihrem Arzt, um diejenige Therapie einzuschlagen, die fĂŒr Sie am besten und geeignetsten ist.

Klassifikation des Tumors

Wie zuvor erwĂ€hnt, ist es fĂŒr den Verlauf Ihrer Erkrankung und fĂŒr die Therapie sehr wichtig zu wissen, um welche Art von Brustkrebs es sich bei Ihnen handelt.

Operation

Wenn die Diagnose zweifelsfrei ergeben hat, dass Brustkrebs vorliegt, ist in den meisten FĂ€llen ein chirurgischer Eingriff notwendig.

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