
Nur bei einer Minderheit der Patientinnen mit Brustkrebs ist aufgrund verschiedener Tumoreigenschaften eine brusterhaltende Operationsweise nicht möglich. Auch wenn Tumor- und Brustgewebe ein sehr ungünstiges Größenverhältnis haben, wenn also der Tumor groß und die Brust klein ist, gibt es Grenzen für eine brusterhaltende Operation. Hier empfiehlt der Arzt auch heute noch im Interesse der Patientin die Entfernung (Amputation, Mastektomie oder Ablatio) der Brust.
Nach der Operation werden unter die Brusthaut für drei bis vier Tage Saugschläuche eingelegt, die eine Nachblutung in die Wunde oder die Ansammlung von Gewebewasser verhindern sollen. Am achten bis zehnten Tag nach der Operation werden die Fäden entfernt; nach rund drei bis vier Wochen ist die Wunde verheilt. Die Narbe reicht bis zur Achselhöhle: Am Übergang zur Achsel kann sich gelegentlich ein kleines Fettpolster bilden, das jedoch nicht mit einem Tumor verwechselt werden darf.
In den Programmgrundlagen werden die Situationen genannt, in denen aus Sicherheitsgründen eine brusterhaltende Operation im Allgemeinen nicht anzuraten ist. Das trifft insbesondere zu, wenn
Nach der Operation empfinden viele Patientinnen oft ein Spannungsgefühl am Brustkorb. Dies wird dadurch verursacht, dass ein Teil der die Brust bedeckenden Haut mit entfernt werden musste. Außerdem ist die Beweglichkeit der Schulter auf der operierten Seite etwas eingeschränkt. Deshalb beginnt das Training der Armund Schultermuskulatur in den meisten Kliniken bereits am Tag nach der Operation.
Ausführlichere Informationen dazu finden Sie unter "Gymnastik – so werden Sie wieder fit“.
Die Achselhöhle soll bei allen Patientinnen mit einem in das umliegende Gewebe einwachsenden (invasiven) und operablen Tumor operiert werden. Das Programm macht dazu entsprechende Vorgaben, auch an welcher Stelle wie viele Lymphknoten entfernt werden sollten und in welchen Fällen auf die axilläre Lymphknotenentfernung verzichtet werden kann.
Als Sentinel-Lymphknoten oder Wächter-Lymphknoten bezeichnen Mediziner den ersten Lymphknoten aus dem Lymphabfluss des Brustkrebses, der die höchste Wahrscheinlichkeit für einen metastatischen Befall hat. Ist er tumorfrei, so kann angenommen werden, dass auch die nachgeschalteten Lymphknoten tumorfrei sind, so dass auf die standardisierte Operation der Achselhöhle bei Patientinnen mit einem invasiven Brustkrebs verzichtet werden kann. Das Behandlungsprogramm sieht vor, dass die Patientin vor der Durchführung der Sentinel-Lymphknoten-Biopsie angemessen darüber aufzuklären ist. Das beinhaltet auch Informationen zu der derzeitigen
Datenlage, die hinsichtlich des Gesamtüberlebens unklar ist, sowie der sich daraus ergebenden Nutzen-Risiko-Bilanz.
Das neue Betreuungsprogramm BKK MedPlus auf www.bkkmedplus.de bedeutet für viele Versicherte einen wichtigen Fortschritt.
Es bietet Menschen mit chronischen Erkrankungen die Möglichkeit, sich von ihrer BKK umfassend betreuen und beraten zu lassen.
Dies geschieht gemeinsam mit Ihrem vertrauten Arzt oder den medizinischen Einrichtungen, die sich bereits um Sie kümmern.
Auf www.bkkmedplus.de finden Sie alle wichtigen Informationen zu den Disease management Programmen (DMP) wie "Diabetes mellitus Typ 1",
"Diabetes mellitus Typ 2", "Brustkrebs" oder "Koronare Herzkrankheit".