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Vorsorgeuntersuchungen – das passiert beim Frauenarzt

Während der Gesundheitscheck zu Beginn der Schwangerschaft einmal im Monat erfolgt, werden Sie und Ihr Kind ab der 32. Woche im Zwei-Wochen-Rhythmus und ab der 36. Woche wöchentlich untersucht.  Die meisten Vorsorgeuntersuchungen können sowohl von Ärzten als auch von Hebammen durchgeführt werden. Nur für die Ultraschalluntersuchungen müssen Sie sich an Ihren Frauenarzt oder Ihre Frauenärztin wenden. Sämtliche Untersuchungsergebnisse werden im Mutterpass festgehalten und die Kosten von der Krankenkasse übernommen.

  • Abtasten/körperliche Untersuchung
    Der Arzt wird ihren Unterleib bei jedem Termin abtasten. Durch das Abtasten ermittelt er den Stand der Gebärmutter und die Lage des Kindes. Außerdem prüft er, ob der Muttermund noch geschlossen ist.
  • Gewicht
    Wie viel darf ich zunehmen, fragen sich viele Frauen. Zu ihrer Beruhigung: Eine Gewichtszunahme von einem bis eineinhalb Kilo pro Monat ist völlig in Ordnung. Die meisten Frauen nehmen in der Schwangerschaft insgesamt 10 bis 20 Kilogramm zu. In der Regel steigt das Gewicht bei Frauen, die vor der Schwangerschaft dünn waren, mehr an als bei Frauen, die zuvor ein paar Kilos zuviel auf die Waage gebracht haben. Dennoch sollten übergewichtige Frauen keinesfalls versuchen, in der Schwangerschaft abzunehmen. Eine ausreichende und gesunde Ernährung ist in diesen Monaten besonders wichtig und der Kampf gegen die Kilos darf erst nach der Stillzeit beginnen. Bei einem massiven Gewichtsschub innerhalb weniger Tage, sprechen Sie mit ihrem Arzt, es kann auf eine Gestose hindeuten.
  • Urin
    Ihr Arzt wird Sie bei jedem Termin um eine Urinprobe bitten und diese untersuchen lassen. Der Urin wird auf folgende Bestandteile untersucht:
In der Urinprobe wird untersucht Dies kann Hinweise geben auf
Eiweiß Nierenprobleme, Schwangerschaftsvergiftung
Zucker Diabetes mellitus
Nitrit Bakterieller Infekt
Blut Harnwegsinfekte, Nierenbeckenentzündung
  • Blut
    Bei allen Schwangeren wird das Blut regelmäßig untersucht, um einen möglichen Eisenmangel frühzeitig festzustellen. Außerdem werden die Blutgruppe und der Rhesusfaktor bestimmt.
  • Blutdruck
    Der Blutdruck liegt normalerweise zwischen 120/80 mmHg und 140/90 mmHg. Ein deutlich höherer Blutdruck kann gefährlich werden und ist – falls zusätzlich Ödeme und Eiweiß im Urin festgestellt werden, möglicherweise Zeichen einer Schwangerschaftsvergiftung.
  • Ultraschall
    Um Auffälligkeiten oder Fehlbildungen frühzeitig zu entdecken, sind nach den Mutterschaftsrichtlinien drei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen. Diese Untersuchungen erfolgen meist in der 10., 20. und 30. Schwangerschaftswoche. Durch die Bauchdecke oder vaginal wird geprüft, wie groß das Kind ist und wie es in der Gebärmutter liegt. Auch die Lage der Plazenta, die Menge des Fruchtwassers, die Entwicklung der Organe und der Gliedmaßen sowie die Herzfunktion werden untersucht.

  • CTG
    In den letzten zwei bis drei Monaten Ihrer Schwangerschaft werden Sie im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen mit einem Cardiotokographen (CTG) untersucht. Mithilfe dieses Geräts werden die Herztöne des Kindes hörbar gemacht und aufgezeichnet. Zugleich werden die Bewegungen der Gebärmutter registriert, das heißt es wird die Anzahl, der Abstand und die Dauer der Wehen aufgezeichnet. Das CTG zeichnet jeweils eine Kurve für die Herztöne und eine Kurve für den Wehenverlauf. Der Arzt kann dadurch erkennen, ob eine vorzeitige Wehentätigkeit vorhanden ist.

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