
Der Typ-2-Diabetes mellitus beginnt meist schleichend über mehrere Jahre. Der erhöhte Blutzuckerspiegel selbst wird von betroffenen Menschen nicht direkt wahrgenommen, sondern lediglich über indirekte Krankheitszeichen, die durch den hohen Blutzucker ausgelöst werden.
Zunächst versuchen die Nieren, die überschüssige Glukose wieder auszuscheiden. Die Betroffenen müssen daher sehr häufig zur Toilette und scheiden dabei viel Flüssigkeit aus. Dies wiederum löst ein gesteigertes Durstgefühl aus, um den Wassermangel auszugleichen. Häufiges Wasserlassen bei großem Durst kann also ein erstes Zeichen eines Diabetes mellitus sein.
Auch Juckreiz oder eine Neigung zu Hautentzündungen treten bei manchen Diabetikern als erste Krankheitszeichen auf. Vermehrte Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Schwäche können ebenfalls auf einen Diabetes mellitus hinweisen. Alle diese Zeichen sind Ausdruck dafür, dass zu wenig vom Energielieferanten Glukose in die Zellen gelangt. Der Betroffene kann so rasch Gewicht verlieren, denn Glukose steht den Zellen nicht mehr als Brennstoff zur Verfügung. Stattdessen gewinnt der Körper die benötigte Energie aus Fetten oder Eiweiß.
Stellt der behandelnde Arzt bei einem Patienten solche Krankheitszeichen fest, muss er an einen bestehenden Diabetes mellitus denken. Der Arzt bestimmt dann üblicherweise den Blutzucker, also den Glukosegehalt des Blutes. Liegt der Wert nüchtern gemessen bei 126 mg/dl (Milligramm pro Deziliter), entspricht 7,00 mmol/l (Millimol pro Liter) oder darüber, so kann der Arzt die Diagnose Diabetes mellitus stellen. Beim nicht nüchternen Patienten gemessen liegen diese Werte bei 200 mg/dl oder darüber, was 11,1 mmol/l entspricht.
Nicht immer schildert ein Patient jedoch die typischen Zeichen eines Diabetes. In diesem Fall muss der Arzt den Blutzucker an mindestens zwei verschiedenen Tagen messen. Wenn die Blutzuckerwerte auch dann nicht eindeutig sind oder trotz normaler Werte weiter ein Verdacht auf Diabetes mellitus besteht, kann der so genannte orale Glukosetoleranztest durchgeführt werden. Dabei werden genau 75 Gramm Traubenzucker (Glukose) in Wasser gelöst, die in einer bestimmten Zeit getrunken werden müssen. Zwei Stunden später wird der Blutzucker gemessen. Liegt der Wert dann über 200 mg/dl (11,1 mmol/l), besteht definitiv ein Diabetes mellitus.
Das neue Betreuungsprogramm BKK MedPlus auf www.bkkmedplus.de bedeutet für viele Versicherte einen wichtigen Fortschritt.
Es bietet Menschen mit chronischen Erkrankungen die Möglichkeit, sich von ihrer BKK umfassend betreuen und beraten zu lassen.
Dies geschieht gemeinsam mit Ihrem vertrauten Arzt oder den medizinischen Einrichtungen, die sich bereits um Sie kümmern.
Auf www.bkkmedplus.de finden Sie alle wichtigen Informationen zu den Disease management Programmen (DMP) wie "Diabetes mellitus Typ 1",
"Diabetes mellitus Typ 2", "Brustkrebs" oder "Koronare Herzkrankheit".